Bonifatiuswallfahrt Etappe 11

11. Was für Spuren haben Menschen hinterlassen
Schaut man auf den Dom, auf das überbaute Grab des Bonifatius, dann sieht man einen großen Platz, der leer ist. Er war kurze Zeit nach Bonifatius mit einem Atrium, einem Paradiesgarten, einem Vorbau bebaut. Hier traten Menschen ein, um sich vorzubereiten auf das, was dann kommt: der Begegnungsraum des Menschen mit Gott oder das, was es auch sagt: die Kirche.

Diesen Vorraum hat man in der Barockzeit abgerissen, um im Zeitgeist angemessener, neu und kostspielig zu bauen. Aber dieser Vorraum ging verloren, hat Platz geschaffen, aber hat zugleich den Vorraum zu dieser Begegnung von Mensch und Gott „abgeschafft“.

Sich auf den Weg in die Begegnung mit Gott zu machen heißt: Zeit und Raum haben, sich darauf vorzubereiten

Sich auf das letzte Stück des Lebensweges zu machen heißt, sich einigen Fragen zu stellen:

  • Wer einen geliebten Menschen seinen letzten Weg gehen lässt, was erhofft er für diesen Menschen?
  • Wenn der eigene Lebensweg in die Jahre gekommen ist, eine Krankheit oder das Alter die Richtung des irdischen Lebens zu Ende gehen lässt, wo wird der Weg hinführen?
  • Welche Begegnungsräume Mensch und Gott haben wir erlebt und schöpfen daraus Hoffnung für unser Leben, egal, wie lange es noch dauert?

Warten wir auf dem Weg, wie bereits Bonifatius auf seinem Weg gewartet hat, bis die Tür in der Begegnung mit Gott sich öffnet hat.

11.1 Warten und hören

 

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